Der Tierarzt hatte nicht unrecht. Die Kastration nimmt den einen Auslöser fürs Sprühen, aber nicht den zweiten. Und genau der lässt sich nicht wegoperieren.
Von Nadine Keller · Lesezeit 5 Minuten
Du erinnerst dich noch an den Tag, an dem du den Kastrationstermin vereinbart hast. Der Tierarzt hat es dir versprochen: Danach hört das Sprühen auf. Du hast es geglaubt, natürlich hast du das, es war ja der logische Schritt.
Und dann, Wochen oder Monate später, dieselben Stellen wie vorher. Der Vorhang, die Wand hinter dem Sofa, die Ecke im Flur. Du wischst weiter auf, kaufst den zweiten Karton Enzymreiniger, stellst ein drittes Katzenklo hin, wechselst die Streu. Und fragst dich langsam, ob mit deiner Katze etwas grundlegend nicht stimmt.
Es stimmt etwas nicht, aber nicht mit deiner Katze und auch nicht mit der Operation. Sondern mit der Annahme, die fast alle teilen: dass eine Kastration jedes Markieren beendet. Um zu verstehen, warum sie trotzdem sprüht, musst du kurz wissen, dass es zwei völlig verschiedene Gründe fürs Markieren gibt. Die Operation kennt nur den einen.
Eine Katze markiert aus zwei völlig verschiedenen Gründen, und die werden ständig verwechselt. Der erste ist hormonell. Ein unkastrierter Kater sprüht, um sein Revier abzustecken und Weibchen anzuzeigen, dass er da ist. Das ist vom Testosteron getrieben. Genau hier setzt die Kastration an, sie senkt das Testosteron, und dieser hormonelle Antrieb fällt weg.
Der zweite Grund hat mit Hormonen nichts zu tun. Er ist Stress. Eine Katze, deren Nervensystem im Daueralarm steht, sprüht, um sich mit dem eigenen Geruch selbst zu beruhigen. Dieser Auslöser sitzt nicht in den Keimdrüsen. Er sitzt im Nervensystem. Und dorthin kommt kein Skalpell.
Das heisst: Der Tierarzt hatte nicht unrecht, und du hast nichts falsch gemacht. Die Kastration hat genau den Teil gelöst, den eine Operation lösen kann. Wenn deine Katze danach weitermacht, war ihr Markieren von Anfang an nicht das Hormon, sondern der Stress. Und den behandelt niemand im OP.
Der nächste Gedanke ist fast immer derselbe: Dann macht sie es also mit Absicht. Aus Protest, aus Rache, weil ihr etwas nicht passt. Genau dieser Gedanke führt in die Irre, und er ist der Grund, warum die üblichen Mittel nicht greifen.
Eine Katze markiert nicht, weil sie böse ist, und schon gar nicht, weil du etwas falsch gemacht hast. Sie markiert, weil sie ihre eigene Wohnung nicht mehr als sicher empfindet. Das Sprühen ist kein Angriff auf dich. Es ist der Versuch, sich selbst zu beruhigen. Ein Hilferuf, kein Aufstand. Und das Gute daran: einen Hilferuf kann man beantworten.
Die gute Nachricht zuerst: Dieser Dauerstress lässt sich abstellen, ohne zweite Operation, ohne Training und ohne noch ein Klo. Es braucht nur einen kleinen Diffusor für die Steckdose, der deiner Katze genau das Signal zurückgibt, das ihr fehlt. Was es damit auf sich hat, erkläre ich gleich danach. Zuerst, was viele Halter in den ersten Wochen erleben:
Bleibt die Frage, warum eine Katze in ihrem eigenen Zuhause überhaupt unter Dauerstress steht. Von aussen sieht alles ruhig aus: warm, sicher, genug zu fressen. Für die Katze fehlt trotzdem etwas, das wir Menschen gar nicht wahrnehmen.
Katzen regeln fast alles über Botenstoffe, die sie mit ihrer Umgebung austauschen. Diese Botenstoffe heissen Pheromone, und für unsere Nase sind sie unsichtbar. Zwei davon entscheiden darüber, ob eine Katze einen Raum als sicher empfindet oder nicht.
Das eine sagt ihr: dieser Ort ist bereits deiner, er ist vertraut und sicher. Wo eine Katze dieses Signal wahrnimmt, hat sie keinen Grund zu markieren, sie erkennt den Platz schon als ihr Revier. Das andere ist das Signal, das eine Mutterkatze aussendet, während sie ihre Kätzchen säugt. Es bedeutet: du bist geborgen, hier ist keine Gefahr.
Fehlen diese Signale, bleibt das Nervensystem im Alarm. Und jetzt wird klar, warum die üblichen Versuche scheitern müssen. Enzymreiniger entfernt den Geruch für deine Nase, aber die Katze riecht ihre eigene Stelle weiter und sprüht sie eher wieder an. Ein zusätzliches Klo gibt ihr mehr Orte, ändert aber nichts am Alarm. Und die Kastration hat den hormonellen Antrieb genommen, nicht den Stress. Alle drei behandeln etwas anderes als das, worum es geht.
Bonilax ist ein kleiner Diffusor für die Steckdose, der den Raum mit genau diesen zwei Signalen füllt. Das erste, in der Forschung F3 genannt, sagt der Katze: dieser Ort ist sicher und vertraut, hier musst du nichts markieren. Das zweite, CAP genannt, ist jenes Signal der Mutterkatze: du bist geborgen, keine Bedrohung. Zusammen nehmen sie der Katze den Grund, überhaupt zu sprühen.
Die Katze nimmt diese Signale nicht über die gewöhnliche Nase auf, sondern über ein kleines Organ am Gaumen, das sie ohne Umweg über den Verstand direkt ans Nervensystem leitet. Für uns Menschen ist nichts davon zu riechen. Genau deshalb wirkt es auch bei Katzen, die schon so angespannt sind, dass sonst nichts mehr zu ihnen durchdringt. Der Alarm wird leiser, nicht weil die Katze sich zusammenreisst, sondern weil ihr Körper das Signal bekommt, dass keine Gefahr da ist.
Und hier sind die meisten schon einmal gescheitert, ohne es zu wissen. Vielleicht hast du nach der Kastration noch Feliway probiert und gemerkt: es wurde besser, aber nicht weg. Von zwei Pfützen am Tag zu zwei im Monat. Das ist kein Zufall. Feliway Classic gibt nur das eine Signal ab, F3. Halbe Formel, halbe Wirkung. Für eine Katze, die aus Stress markiert, braucht es beide Signale zugleich. Bonilax ist der Diffusor, der F3 und CAP in einem Gerät kombiniert. Du steckst ihn ein, der Rest passiert von allein.
«Unser Kater war längst kastriert und hat trotzdem gesprüht, der Tierarzt wusste auch nicht weiter. Drei Wochen mit dem Diffusor, und die Ecke im Flur ist zum ersten Mal trocken geblieben.»
«Ich dachte, nach der Operation sei das Thema erledigt. War es nicht. Das hier war das Erste, das wirklich etwas verändert hat.»
«Bei uns riecht es endlich nach nichts mehr. Ich lade wieder Leute ein, ohne vorher in Panik jeden Winkel abzusuchen.»
«Bei uns leben über zwanzig Katzen auf engem Raum, die meisten kastriert, und viele kamen mit genau diesem Problem zu uns, Tiere, die zuhause überallhin gepinkelt haben. Wer zum ersten Mal hereinkommt, rechnet mit Gestank. Und dann riecht es nach nichts. Der Grund steht in jeder Ecke: dieselben Diffusoren. Wir haben irgendwann aufgehört, das Verhalten wegtrainieren zu wollen, und angefangen, den Tieren das Gefühl zu geben, dass sie sicher sind. Dann hört das Markieren von allein auf.»
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Bonilax wird als Schweizer Marke in begrenzten Chargen produziert. Die Nachfrage übersteigt den Vorrat immer wieder, beliebte Bundles sind dann für Wochen ausverkauft. Auf bonilax.ch siehst du, ob gerade welche verfügbar sind.
Morgens aufstehen, ohne die Runde mit dem Tuch. Heimkommen und nichts riechen. Gäste einladen, ohne vorher jeden Winkel abzusuchen. Und deine Katze wieder gernhaben, statt sie zu verwalten. Nichts davon ist zu viel verlangt. Die Kastration war nicht umsonst, sie hat ihren Teil getan. Es fehlte nur noch der zweite.
Wenn deine Katze trotz Operation immer wieder in die Wohnung sprüht, dann gib ihr das Signal, das ihr die ganze Zeit gefehlt hat. Stell für jeden Raum, in dem sie markiert, einen Diffusor auf. In den meisten Wohnungen sind das zwei bis drei.
Sie kann dir nicht sagen, was ihr fehlt.
Aber du kannst es ihr geben.
«Feliway hat nach der Kastration nur halb geholfen. Mit diesem hier sind die Unfälle ganz weg. Der Unterschied war für mich genau der.»
«Ehrlich, ich war skeptisch nach allem, was ich schon gekauft hatte. Aber die Wohnung ist seit Wochen sauber. Das allein ist alles wert.»
«Sie war nicht böse, sie war gestresst. So hat mir das zum ersten Mal jemand erklärt. Und dann hat es auch noch funktioniert.»
1. Hart, Barrett. J Am Vet Med Assoc, 1973. Bei kastrierten Katern hörte das Urinsprühen in der grossen Mehrheit der Fälle auf oder ging deutlich zurück; ein Rest sprühte unabhängig vom Hormonstatus weiter.
2. Mills, Mills. Veterinary Record, 2001. Doppelblinde, placebokontrollierte Studie: ein Diffusor mit synthetischem Gesichtspheromon (F3) reduzierte das Urinsprühen behandelter Katzen deutlich.
3. Mills, Redgate, Landsberg. PLoS One, 2011. Metaanalyse zu Behandlungen gegen Urinmarkieren bei Katzen; Pheromone senkten stressbedingtes Verhalten bei der grossen Mehrheit der Katzen.
Advertorial im Auftrag der Bonilax GmbH. Einzelergebnisse können variieren. Bonilax ist ein Pheromon-Diffusor zur Unterstützung bei stressbedingtem Verhalten, kein Arzneimittel und kein Ersatz für eine tierärztliche Abklärung bei gesundheitlichen Ursachen.